Tuesday, February 10, 2015

Smart Services als Chance für Gesetzgeber


Die Digitalisierung der Gesellschaft ist voll im Gange. Kaum werden noch Dienstleistungen ohne Computer, Internet und mobilen Endgeräten angeboten, oder sogar akzeptiert. Die Verfügbarkeit, Schnelligkeit und Qualität werden vom Kunden vorausgesetzt und werden nicht mehr als Wettbewerbsvorteil angesehen.

Smart Service

Der Begriff „Smart Services“ ist zwar in der Wirtschaft bereits präsent, allerdings gibt es kaum eine allgemein akzeptierte Definition. Da ich mich mit diesem Thema “Smart Service” intensivst auseinandersetze und gemeinsam mit meinem Team neue zukunftsorientierte Lösungen konzipiere, möchte ich für bessere Verständlichkeit ein Beispiel aus der Praxis nennen:

Wann redet man von Smart Service?

Während eines Geschäftsvorgangs (Produktion, Geräte, Prozesse, usw.) werden Daten gesammelt, ausgewertet und auf so gewonnene Informationen mit entsprechenden Maßnahmen reagiert. Das ist noch kein Smart Service!

Der Mehrwert eines Smart Service geht über eine übliche technische Überwachung hinaus. Ein proaktives Handeln im Sinne des Kunden durch die Analyse und entsprechende Verfügbarkeit dieser Informationen machen den Unterschied.

=> Smart Service als wesentlicher Bestandteils eines Geschäftsmodells!

Eine mögliche Definition könnte also sein

Smart Services sind Dienstleistungen, die nicht nur um das Produkt herum entwickelt werden, sondern integraler Bestandteil des Produktes sind.

Die wichtigsten Voraussetzungen 

  1. Verbindungsfähigkeit zur Entity (Gerät, Prozess, Maschine, Unternehmen, ...) 
  2. Interpretationsmöglichkeit der Daten
  3. Fähigkeit auf diese Information proaktiv agieren

Die Chance für Gesetzgeber

Smart Services bieten jede Menge Vorteile nicht nur dem Verbraucher (sei es im gewerblichen oder privaten Bereich) sondern für den gesamten Standort Deutschland, bzw. Europa!

Durch die nahtlose Integration von physischen Diensten und digitalen Dienstleistungen werden Smart Services “greifbar”.

Im virtuellen Raum des Internet werden die drei Merkmale „Globalität“, „Intransparenz“ und „Unkörperlichkeit“ für die Findung der entsprechenden Regelungsinstrumente zu einer Herausforderung.

Gegenüber der digitalen Diensten können die damit verbundenen physischen Dienste reguliert werden. Für den Gesetzgeber gibt es Gebiete wie Datenschutz, Steuerrecht, Kartellrecht, Straftaten, Versicherung, Verbraucherschutz, usw., denen er sonst in der virtuellen Welt hinterherhechelt...